Monat: März 2026

311, Teil III: Anti-Heldin – schon wieder

Uganda, Februar 2026. Steckt man in einer Krise, verblasst sie nicht, indem man einen Flieger besteigt, mehrere tausend Kilometer zurücklegend, sich in einen Bus hockt, der einen über nervenaufreibend mühsame Rumpelstraßen an den Fuß eines Bergwaldes bringt. Nö. – Meine Krise besteht darin, daß viele kleine Einzelwahlen, durchaus freiwillig und in bester Absicht vorgenommen, in…
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310, Teil II: Herausforderung

Uganda, Februar 2026. Ich habe mich nicht verliebt. Ich habe mir nichts gebrochen. Ein Gespenst ist ausgeblieben. Ein paar der Fotos sind recht hübsch geraten, ein Seelenbild findet sich nicht darunter – außer vielleicht eines, ganz am Schluß aufgenommen, als die Reise quasi schon fast vorüber war, im Botanischen Garten von Entebbe, eher ein Arboretum,…
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309, Teil I: Das Kreischen der Eule

München, Januar 2026. Das auf der körnigen schwarz-weißen Abbildung ist eindeutig mein Teenager-Ich, pausbäckig lächelnd, die langen Haare noch zopflos getragen, in der Mitte akkurat gescheitelt; das Mädchen hockt im meterhohen Farngebüsch am Rande einer Gruppe, und jetzt bitte kommt es, fressender Gorillas. Das Foto gehört zu einem Artikel, der in reißerisch fetten Lettern tönt:…
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308 Lange Pause

München, Januar 2026. Über das letzte Drittel des alten Jahres sprechen wir besser nicht; Freude oder Harmonie suchte man vergeblich darin. Ich praktiziere visuelle Haiku, blähe Unbedeutendes auf unter dem Deckmantel der beschworenen Achtsamkeit, versichere mich so eines Sinnes – irgendeines… Raureif in den Kronen (oder das was nach den Forstmassakern übrig bleibt davon); eine…
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